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Was ist Segelfliegen?

Segelfliegen ist nicht nur ein lautloser, umweltfreundlicher Sport, es ist auch ein nahezu unsichtbarer Sport, bei dem der Zuschauer fast völlig ausgeschlossen bleibt. Start und Landung gewiß - dann und wann vielleicht auch das Kreisen eines noch nicht zu hoch fliegenden Seglers - das ist zu beobachten. Was aber ist zwischen Start und Landung? Dazwischen ist Kampf und Spiel, ist Dramatik und Romantik, ist Faszination und Schönheit, ist all das, was zu erleben ein Pilotenleben nicht ausreicht. Wie funktioniert Segelfliegen?

Das Spiel mit dem Aufwind unter den weißen Wattewolken oder vor dem aufziehenden Unwetter ebenso wie der Kampf ums Obenbleiben, der Wettkampf mit der Uhr und die Härte des Wettkampfes der Piloten untereinander.

Heutige Segelflugwettbewerbe ähneln Formel-1-Rennen: Es werden Spitzengeschwindigkeiten von 280 km/h erreicht. Die Durchschnittsgeschwindigkeit liegt zwischen 70 km/h und 130 km/h. Segelflugwettbewerbe - Stille Rennen unter Wolkenstraßen!

Fliegen - einer der ältesten Träume des Menschen - ist zugleich auch eine der jüngsten Erfindungen. Ganze 90 Jahre sind vergangen seit Otto Lilienthal die Grundlage lieferte, damit aus tausendjährigen Träumen Realität werden konnte. Der Ritt auf dem Gebirgsgrat zeigt den spielerisch anmutenden Flug am sonnendurchglühten Felshang aus der Sicht des Piloten und läßt so den Leser teilhaben am unmittelbaren Erleben des Luftraumes.

Der französische Flieger und Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry, bekannt geworden unter anderem durch seine Erzählung "Der kleine Prinz", ist in seiner Heimat auch wegen seinen Erzählungen über das Fliegen in der Neuzeit geehrt worden. Nicht zuletzt auch dadurch, daß er auf allen 20-Franc-Geldscheinen mit seinem Flugzeug abgebildet ist.

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