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Blaubeuren ist Deutscher Meister 2011

Gleich 8 Blaubeurer Piloten traten am Samstag zur vorletzten Runde der Segelflugbundesliga an. Ziel war es, den Kampf um den Bundesligapokal bereits vorab zu entscheiden. Bei schwacher Thermik und niedrigen Wolkenuntergrenzen Richtung Westen sah dies zunächst gar nicht so gut aus. So musste Sabine Dieulin in der Vereins LS 7 schon nach kurzer Strecke bei den Fliegerfreunden in Münsingen landen. Die anderen Teammitglieder kämpften sich auf verschiedenen Wegen in Richtung Westen voran. Auf Höhe des Fluggeländes Leibertingen fanden die Blaubeurer endlich aufgereihte Wolkenthermik, welche sie zum Teil bis in den Südschwarzwald trug. Je nach Flugzeug und Können wurde diese Strecke des guten Steigens mehrfach hin und her geflogen. Am Abend landeten alle, trotz südlich zu umfliegender Schauer, sicher auf dem Flugplatz in Sonderbuch.

Nachdem alle Flüge online gemeldet waren, warteten die Piloten gespannt, auf die Ergebnisse des Zweitplatzierten LSV Burgdorf. Und siehe da: Ein deutlicher Rundensieg für Blaubeuren zeichnete sich ab! Im Norden Deutschlands war das Wetter nicht annähernd so gut gewesen, wie auf der von den Segelfliegern so geliebten Schwäbischen Alb. Da für den Sonntag in Schwaben keine nutzbare Thermik vorhergesagt war, pokerten die Blaubeurer nun darauf, dass dies auch in Niedersachsen bei den Burgdorfern der Fall sein würde, um die Meisterschaft vorzeitig für sich entscheiden zu können. 

Und es kam wie erhofft. Nur die Piloten des Segelflugzentrums Königsdorf überholten die Blaubeurer am Sonntag noch. Dies hatte jedoch keinen Einfluss auf die Tatsache, dass nun eine Woche vor der letzen Runde feststeht, dass die FLG Blaubeuren die Segelflug Bundesliga gewonnen hat. Das ist den Blaubeurer Segelfliegern zuletzt im Jahre 2004 gelungen. Eine Überraschung gab es bei dem Blick auf die World League, das weltweite Pendant zur Bundesliga. Auch dort konnte vorab der Sieg vor dem Albuquerque Soaring Club und der Texas Soaring Association erflogen werden. 

Schnellste Piloten der FLG waren in dieser Runde Karl Eugen Bauder (104,14 Punkte), David Bauder (97,05 Punkte ) und Jens Minard (95,10 Punkte). Auch die  drei nächst platzierten Blaubeurer Piloten Sebastian Bauder, Oliver Stockinger und Martin Söll waren so gut, dass sie mit ihren Ergebnissen ebenfalls die Platzierung an der Tabellenspitze hätten halten können. 

Entspannt blicken die Blaubeurer Bundesligapiloten nun auf die letzte Runde. Statt sich zurückzulehnen, wollen sie dann jedoch wieder ihr Bestes geben, um zu zeigen, dass sie den Sieg verdient erflogen haben. Der FSV Laichingen landete diese Runde auf Platz zehn und die SFC aus Ulm auf Platz 11 der Wertung. Beide belegen in der Gesamtwertung nun die Tabellenplätze 7 (Laichingen) und 13 (Ulm) .

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